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Umweltwirtschaftsbericht NRW 2017

„Die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist bundesweit die Nummer Eins und bereits heute ein Global Player.“ Zu diesem Ergebnis kommt NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking, die gestern in Essen den Umweltwirtschaftsbericht NRW 2017 vorgestellt hat.

Der Bericht wurde im Auftrag des NRW-Umweltministeriums durch das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos AG erstellt. Er enthält u.a. die folgenden bemerkenswerten Aussagen:

  • Die Umweltbranche in NRW hat im Jahr 2015 einem Umsatz von 66,3 Mrd. Euro erzielt und dabei knapp 28 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das sind über 6 % der Bruttowertschöpfung in NRW.
  • Rund 368.000 Erwerbstätige sind in der Umweltbranche in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung beträgt 5,1 % und liegt damit höher als in jeder anderen Schlüsselbranche des Landes. Das Land ist damit zugleich der größte Anbieter für umweltwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen in Deutschland.
  • Die nordrhein-westfälische Umweltwirtschaft exportierte 2016 Waren im Wert von 10,4 Mrd. Euro. Dies entspricht 5,8 % der Gesamtexporte des Bundeslandes. Die Exportstärke Nordrhein-Westfalens konzentriert sich dabei fast vollständig auf europäische Nachbarstaaten.
  • 19 % aller bundesweiten und rund 2 % aller weltweiten Patente der Umweltwirtschaft werden allein von NRW-Unternehmen zur Patentreife gebracht.

Die Umweltwirtschaft umfasst alle Unternehmen, die umweltschützende beziehungsweise umweltfreundliche und ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistungen anbieten. Der Bericht unterscheidet dabei die Teilmärkte „Umweltfreundliche Energiewandlung, -transport und -Speicherung“, „Energieeffizienz und Energieeinsparung“, „Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft“, „Umweltfreundliche Mobilität“, „Wasserwirtschaft“, „Minderungs- und Schutztechnologien“, „Nachhaltige Holz- und Forstwirtschaft“ sowie „Umweltfreundliche Landwirtschaft“.